Abdomen: Leib, Bauchregion (Adj. abdominal: zum Leib, Bauch gehörig).
Ablation: Zerstörung von untypischen Reizleitungsbahnen bei Herzrhythmusstörungen mittels Herzkatheter (Strom, Laser oder Kälte).
Abstrich: Mechanisches Abstreichen von Zellen oder Sekreten an Haut/Schleimhaut zur Untersuchung.
Absiedelungen: Tochtergeschwülste von bösartigen Gewebsveränderungen an anderer Stelle; Metastasen.
Abstossung(-sreaktion): Abwehrmechanismus des menschlichen Immunsystems gegen körperfremde Substanzen, insbesondere gegen Fremdeiweiss; der Körper erkennt die Zellen des transplantierten Organs als fremd und zerstört sie; Immunsuppressiva unterdrücken diese körpereigene Abwehr, so dass der Zerstörungsvorgang verhindert wird; allerdings werden so auch andere fremde Lebewesen wie Bakterien oder Viren nur unzureichend bekämpft; schwere Infekti-onserkrankungen können die Folge sein;
unterschiedliche Formen der Abstossung sind:
- perakute Abstossung Abstossung des Transplantats mit unumkehrbarem, durch Medikamente nicht beeinflussbarem Verlust infolge Arteriitis bzw. Arteriolitis (Entzündung von Arterien bzw. Blutgefässen) innerhalb 48 Std.
- akute humorale Abstossung Ein Organ wird (ab dem 12. Tag bis 4.Monat)zerstört, weil im Empfänger Antikörper erworben wurden (z.B. durch eine frühere Blutübertragung) oder eine Schwangerschaft vorhanden sind. Durch regelmässige Antikörpersuchtests sowie durch die Cross-Match-Untersuchung vor der Transplantation ist dieses Risiko sehr verringert worden.
- akute zelluläre Abstossung Sie verläuft verzögert über Tage; durch eine Untergruppierung der weissen Blutkörperchen werden die fremden Zellen des Organs angegriffen und zerstört (= zytotoxische Wirkung der T-Zellen); diese Form der Abstossung spricht meist gut auf eine Erhöhung der Immunsuppressiva sowie eine Cortisonstosstherapie an; klinisch fällt sie durch eine Verschlechterung der Organfunktion auf (z.B. Rückgang der Ausscheidung bei Nierentransplantationen,erhöhte Temperatur, Druckschmerz, Unwohlsein, Mattigkeit) sowie durch eine Verschlechterung der Laborwerte; um sicher zu gehen, dass es sich um eine Abstossung handelt, wird eine Gewebeprobe aus dem Organ entnommen und vom Pathologen untersucht.
- chronische Abstossung Meist ein schleichender Prozess, der über einen längeren Zeitraum (auch noch nach Monaten bis Jahren) zum Versagen des transplantierten Organs führt; diskutiert werden als Ursache chronische Entzündungsprozesse durch rezidivierende, also sich wiederholende, subklinische Abstossungen als auch arteriosklerotische Veränderungen; meist führt eine Therapie leider nicht zum dauerhaften Erfolg
Abszess: Örtlich begrenzte Ansammlung von Eiter in einer Gewebehöhle, die durch krankhafte Vorgänge (Infektion) entstanden ist.
Abusus: missbräuchliche Anwendung von Suchtstoffen wie z.B. Medikamenten,Alkohol, mit der Gefahr der Gewöhnung, und Abhängigkeit
ACE-Hemmer: (= Angiotensin-converting-enzyme) blutdruckregulierendes Medikament zur Behandlung von Herzinsuffizienz, setzt den Strömungswiderstand vor allem im Körperkreislauf herab.
Adams-Stokes-Anfall: Kurzzeitiger Bewusstseinsverlust als Folge einer Herzrhythmusstörung, die die Pumpkraft des Herzens einschränkt und eine Minderdurchblutung des Gehirns bewirkt.
Adaptation, Adaption: Anpassung (Adj. adaptiert: angepasst).
Adrenalin: Ein Katecholamin; Botenstoff des sympathischen Nervensystems, der Herzfrequenz, Blutdruck und Kontraktionskraft des Herzmuskels erhöht. Wird hauptsächlich in den Nebennieren gebildet.
Agenesie: Fehlende Anlage, z.B. eines Gewebes oder eines Organs.
Akren: Die "Spitzen" des Körpers z.B. Finger, Zehen, Kinn, Nase.
Akne: Erkrankung der Haut mit Knötchen-, Pustel- oder Abszessbildung
Akupunktur: Heilverfahren bei dem Nadeln an festgelegten Nervenpunkten eingestochen werden
akut: Plötzlich auftretender, evtl. bedrohlicher Zustand.
Akzessorische Leitungsbahn: Zusätzliche elektrische Leitungsbahn (Reizleitungssystem) neben dem His-Bündel zwischen Vorhöfen und Herzkammern, Kent-Bündel.
Akzidentelles Herzgeräusch: Blutströmungsgeräusch im Herzen ohne krankhafte Bedeutung.
Alagille-Syndrom: Verengung der Gallenwege, Herzfehler Pulmonalstenose.
Albumin: einfache Eiweisse; Mass für die Produktions-leistung der Leber
ALG: AntiLymphozytenGlobulin; Medikament zur Verhinderung bzw. Linderung von Abstossungsreaktionen
Allergie: Überempfindlichkeit des Körpers gegen bestimmte Stoffe, z.B. Medikamente oder Kontrastmittel; Haut- und/oder Allgemeinreaktionen in unterschiedichsten Schweregraden
Allergiediagnostik: Untersuchungen zur Feststellung einer Überempfindlichkeit
Allergologe: Facharzt, der Allergien (Überempfindlichkeiten) feststellt und behandelt
Allergologie: Lehre von den Krankheitserscheinungen und Behandlungsmöglichkeiten der Allergie (Überempfindlichkeit)
allogen: von einem Individuum der gleichen Art stammend, aber nicht genetisch identisch
Allograft: (= Homograft): klappentragende Gefässprothese (Conduit), die von einem anderen Menschen stammt (im Gegensatz zum Xenograft/Heterograft).
ambulant: Ohne stationäre Aufnahme in einer Klinik.
Aminopurin-Atemtest: Leberfunktionstest, bei dem nuklearmedizinisch eine Konzentrationsänderung in der Ausatemluft gemessen wird
Ammoniak: Abbauprodukt des Eiweissstoffwechsels, das in der Leber entgiftet wird; mit zunehmender Verschlechterung der Leberfunktion steigt der Ammoniakgehalt im Blut an; das führt zu Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Übelkeit, Erbrechen, Zittern, Mattigkeit bis hin zum Koma
Amyloidose: Einlagerungen von Proteinen in Bindegewebe oder im Muskel, die zu Abbau und Zerstörung des Gewebes führen
analgetisch: Schmerzstillend, schmerzlindernd.
Analgetika: Schmerzlindernde Medikamente.
Analgetikanephropathie: Schädigung der Nieren durch Analgetika (Schmerzmittel)
analysieren: zerlegen, zergliedern, untersuchen
Anamnese: Erhebung der persönlichen Krankheitsvorgeschichte des Patienten (Schwangerschaftsverlauf, Geburt, Entwicklung, Zyanose, Infekte, Essverhalten, Atmung, Schwitzen, körperliche Leistungsfähigkeit).
Anämie, anämisch: "Blutarmut", Verminderung der roten Blutkörperchen und des roten Blutfarbstoffs (Hämoglobin).
Anästhesie, Anästhesist: Narkose; Empfindungs- und Bewusstseinsverlust zur Vermeidung von Schmerzen bei Operationen. Injizierte oder inhalierte Wirkstoffe wirken auf das zentrale Nervensystem. Dem Anästhesisten obliegt die Vorbereitung und Medikation des Patienten, die Beobachtung und Kontrolle während der Operation und in der Aufwachphase.
Anästhetika: Schmerzstillende, schmerzausschaltende Medikamente, die bei der Narkose (Anästhesie) als Betäubungsmittel verwendet werden.
Anastomose: Operativ angelegte Verbindung zwischen Blutgefässen oder Hohlorganen (z.B. bei Operation einer Aortenisthmusstenose oder Fontanscher Operation).
Anatomie: Lehre vom Aufbau des menschlichen Körpers.
Aneurysma: Lokale Gefäss- oder Herzhöhlenaussackung; entsteht durch Einwirkung des Blutdrucks auf einen vorgeschädigten Bereich (z.B. der Arterienwand).
Angio-: Gefäss- (Vene, Arterie).
Angiographie: Darstellung der Blutgefässe mittels Röntgenverfahren und Kontrastmittel.
Angiokardiographie: Darstellung der Herzhöhlen und grossen Gefässe mittels Röntgenkontrastmittel während der Herzkatheteruntersuchung; ermöglicht die Beurteilung von Form und Grösse der Herzhöhlen, von Veränderungen der Herzklappen, der Beschaffenheit der Herzkranzgefässe etc.
Aneurysmaektomie: chirurgische Entfernung eines erweiterten Gefässabschnittes
Angina: Krankheitsbilder, die mit Einengungen einhergehen; z.B. Angina tonsillaris (Mandelentzündung) oder Angina pectoris (Herzerkrankung mit Engegefühl im Brustbereich)
Angina pectoris: Herzbeschwerden bei KHK(koronarer Herzkrankheit); Enge und Schmerz im Brustkorb, in unterschiedliche Richtungen ausstrahlend; Erkrankung, bei der der Herzmuskel nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird
Angiographie: Darstellung der Blutgefässe mit Kontrastmitteln; eine in der Radiologie durchgeführte Untersuchung, bei der die Gefässe mittels Röntgenstrahlen sichtbar gemacht werden; bei der Untersuchung des Herzens spricht man von Koronarangiographie, d.h. Herzkatheter
Angiologie: Lehre von den Gefässkrankheiten.
Angioplastie: Verfahren zur Beseitigung einer Gefässverengung mittels Spezialkathetertechnik (Ballondilatation).
Anomalie: Entwicklungsstörung, Abweichung vom Normalen (z.B. Missbildung), Unregelmässigkeit (Adj. anomal: unregelmässig, regelwidrig).
Anoxie: Absolutes Fehlen von Sauerstoff in einem Körpergewebe; Folge: Stoffwechsel der Zellen wird unterbrochen.
Anorexia nervosa: Magersucht, Essstörungen
Antiarrhythmika: Medikamente zur Behandlung der verschiedenen Formen von Herzrhythmusstörungen (= unregelmässiger Herzschlag).
antiallergisch: Massnahmen, die einer Überempfindlichkeit entgegenwirken
Antibiotika: Medikamente zur Behandlung von bakteriellen Infektionen (z.B. Penicillin) und zur Vorbeugung von Infektionen, wenn das Immunsystem nicht in Ordnung ist oder ein Endokarditisrisiko besteht (Prophylaxe).
Antigene: Fremdsubstanzen, die in den Körper gelangen; das Immunsystem erkennt sie als fremd, bildet Abwehrtoffe (Antikörper) und bekämpft sie
Antihypertensiva: Medikamente zur Behandlung eines erhöhten Blutdruckes
Antikoagulantia: Medikamente zur Verzögerung oder Aufhebung der Blutgerinnung (z.B. Marcumar), um die Gefahr der Gerinnselbildung zu senken.
Antikoagulation: Verzögerung oder Aufhebung der Blutgerinnung mittels Medikamenten Antikoagulantia.
Antikonvulsiva: Medikamente gegen Krampfanfälle; üben einen hemmenden Einfluss auf Gehirnströme aus, um Anfälle zu vermeiden.
Antikonzeptiva: Mittel zur Schwangerschaftsverhütung (z.B. Kondom, Pille usw.)
Antikörper: Teil der Immunabwehr des Körpers; von Lymphozyten gebildete Proteine, die Antigene erkennen und binden
Antilymphozytenserum: Serum, das in der Lage ist, die für die Immunreaktion wesentlichen Lymphozyten gezielt zu zerstören; eine Form der Immunsuppression
anti-mikrobiell: Wirkungsweise, die Mikroorganismen vernichtet oder deren Wachstum hemmt
Antimykotika: Medikamente zur Behandlung von Pilzinfektionen
Antithymozytenglobulin: (ATG) Immunglobuline, die, meist vom Pferd oder Kaninchen gewonnen, gegen die T-Lymphozyten gerichtet sind und diese zerstören; dient nach der Transplantation am Anfang zur Immunabwehr und wird auch bei der Abstossungstherapie eingesetzt; Nebenwirkungen sind insbesondere allergische Reaktionen und Fieber sowie Antikörperbildung, Lymphomrisiko und erhöhtes Infektionsrisiko bei wiederholter Behandlung
Anurie: Harnabflussbehinderung
Antipyretika: Medikamente zur Fiebersenkung.
Aorta: Hauptschlagader, grosse Körperschlagader; leitet das sauerstoffreiche Blut aus der linken Herzkammer in den Körper.
Aortenbogen: Oberster Teil der Aorta, hier zweigen die Gefässe zum Kopf und den Armen ab.
Aortenisthmus: Aortenenge, 3. Abschnitt des Aortenbogens; Übergang vom Aortenbogen zur absteigenden Aorta (Brustschlagader).
Aortenisthmusstenose: (= Coarctation der Aorta) angeborene Verengung der Körperhauptschlagader (Aorta) am Ende des Aortenbogens; oft kombiniert mit Kammerscheidewanddefekt (VSD) oder Aortenklappenfehler. Bedingt durch diese Engstelle herrscht in der oberen Körperhälfte ein erhöhter Blutdruck (Hypertension), in der unteren Körperhälfte ein niedriger Blutdruck (Hypotension).
Aortenklappe: Herzklappe zwischen linker Herzkammer und der Aorta; als Taschenklappe ausgebildet; verhindert bei der Erschlaffungsphase des Herzmuskels das Zurückfliessen des Blutes in die linke Herzkammer.
Aortenklappenatresie: Herzfehler mit nichtangelegter Aortenklappe; eine Membran versperrt dem Blut den Weg aus dr linken Herzkammer zur Körperschlagader (= Aorta).
Aortenklappeninsuffizienz: Undichtigkeit bzw. mangelhaftes Schliessen der Aortenklappe, als Folge fliesst ein Teil des Blutes von der Aorta in die linke Herzkammer zurück.
Aortenklappenstenose: Aortenstenose.
Aortenstenose: Verengung der Aortenklappe (= meist valvulär, 80%) bzw. der Aorta ober- oder unterhalb (supra-/subvalvulär) der Aortenklappe.
Aortopulmonaler Shunt: Operative Gefässverbindung (Anastomose) zwischen Aorta und Lungenschlagader als Palliativoperation, als Massnahme zur Sicherung und Verbesserung der Lungendurchblutung (Steigerung des Blutdurchflusses, Verbesserung der Sauerstoffsättigung).
Aortopulmonales Fenster: Defekt, direkte Verbindung zwischen Aorta und Lungenschlagader dicht oberhalb der Klappen.
Aortenwurzel: Ursprungsteil der Körperschlagader (= Aorta).
Apikal: Die Spitze betreffend, z.B. apikaler Vierkammerblick beim Ultraschall (bestimmte Schnittebene von der Herzspitze aus).
Aplasie/aplastisch: Nicht vorhandene Gewebe- oder Organanlage.
Apnoe: Atemstillstand.
Apoplexie: Gehirnschlag, Schlaganfall; Blutung in der Hirnregion.
Arbeitstherapie: bei dieser Therapie werden Einzelleistungen trainiert,die zur Arbeitsfähigkeit führen sollen; der Schwerpunkt liegt in der Verbesserung bzw. Wiedergewinnung gestörter oder verlorengegangener Fähigkeiten wie z.B. Ausdauer, Konzentration
Arrhythmie: Unregelmässiger Herzschlag, Herzrhythmusstörung.
Arrhythmieprophylaxe: Verhinderung von Herzrhythmusstörungen.
Arterie/arteriell: Schlagader, vom Herzen wegführendes Blutgefäss, im allgemeinen mit sauerstoffreichem Blut gefüllt (Ausnahme: Pulmonalarterie); grösste Arterie ist die Aorta, die direkt aus der linken Herzkammer entspringt, alle anderen grossen Körperarterien zweigen von der Aorta ab.
Arteria pulmonalis: Lungenschlagader Pulmonalarterie.
Arteria Subclavia: Schlüsselbeinarterie, versorgt die Arme mit sauerstoffreichem Blut.
Arterielle Switch-Operation: Echtes Korrekturverfahren bei Transposition der grossen Arterien; operatives Umsetzen der Aorta und Lungenschlagader mit Umsetzen der Herzkranzgefässe.
Arterielles Blut: Sauerstoffreiches Blut; kommt aus der Lunge über die Lungenvenen in die linke Herzhälfte, dann über die Aorta in den Körper.
Arteriographie: Röntgenologische Darstellung von Arterien mittels Kontrastmittel.
Arteriole: Kleinste Arterie, die durch Eng- oder Weitstellung den Strömungswiderstand im Blutkreislauf reguliert und sich in die Haargefässe (Kapillaren) verzweigt.
Arteriosklerose/Atherosklerose: Arterienverhärtung, "Arterienverkalkung"; krankhafte Veränderung in der Arterienwand infolge Zellvermehrung sowie Einlagerung von Fett- und Bindegewebe. Führt zu Verdickung/ Elastizitätsverlust.
Arteriotomie: Operative Eröffnung einer Arterie, z.B. für Herzkatheter.
ASD: Atriumseptumdefekt/Vorhofseptumdefekt/Vorhofscheidewanddefekt; "Loch" in der Scheidewand zwischen den beiden Vorhöfen.
Asphyxie: Sauerstoffmangel, z.B. durch Verlegung oder Blockierung der Atemwege; kann bei Neugeborenen zu schweren zerebralen Schäden führen.
Aspirin-Abkömmlinge: Medikamente, die als Wirkstoff Acetylsalicylsäure (ASS) oder verwandte Substanzen enthalten und die Verklumpung von Blutplättchen hemmen und damit das Risiko einer Gerinnselbildung senken.
Asplenie-Syndrom (= Ivemark-Syndrom): Die Milz (= Splen) fehlt völlig; Bauch- und Brustorgane sind nahezu symmetrisch rechtsseitig entwickelt. Diverse Herzfehler möglich.
assoziiert: Gemeinsam auftretend, verknüpft, z.B. eine Fehlbildung mit einer anderen.
Astrup: Blutgasanalyse (z.B. Sauerstoff) von arteriellem Blut.
Asystolie: Herzstillstand, Aussetzen des Zusammenziehens (Kontraktion) des Herzens.
Aszites: Flüssigkeitsansammlung in der Bauchhöhle, Bauchwassersucht.
Atherom: Beetförmige Fett- und Bindegewebsvermehrung in der Arterieninnenwand, führt zur Verengung und Einschränkung des Blutdurchflusses (= Atherosklerose).
Ätiologie: Lehre von den Krankheitsursachen (Adj. ätiologisch: ursächlich, begründend).
Atresie: Angeborener Verschluss bzw. fehlende Anlage von Hohlorganen, Herzklappen oder natürlichen Körperöffnungen, Pulmonalatresie.
Atemtherapie: vorwiegend krankengymnastische Behandlungsverfahren zur Beeinflussung des Atemablaufs z.B.
- Atemgymnastik
- Autogenes Training (AT)
- konzentrative Selbstentspannung
atrial: Vom Herzvorhof (= Atrium) ausgehend, den Vorhof betreffend.
Atrioseptektomie: Vergrösserung eines Vorhofscheidewanddefektes durch den Chirurgen.
Atrioseptostomie: Rashkind-Manöver; Schaffen eines künstlichen Loches bzw. Erweitern des Foramen ovale durch Einreissen der Vorhofscheidewand mittels Ballonkatheter, um eine bessere Durchmischung des Blutes zu erreichen z.B. bei Transposition der grossen Arterien.
Atriotomie: Chirurgische Eröffnung eines Herzvorhofes.
Atrium: Vorhof des Herzens (links/rechts).
Atriumseptumdefekt (ASD): Vorhofscheidewanddefekt.
Auskultation: Abhören der Körpergeräusche (Herzgegend und angrenzende Gefässe) mit dem Stethoskop.
Autograft: Die eigene Pulmonalklappe wird operativ in Aortenklappenposition gesetzt, in Pulmonalklappenposition wird ein Homograft eingesetzt.
AV: Atrioventrikulär: zwischen Herzvorhof (atrium) und Herzkammer (ventriculus) gelegen.
AV-Block: Unterbrechung der Reizleitung zwischen Vorhöfen und Herzkammer; Herzrhythmusstörung. Verschiedene Stufen:
I. Grades: AV-Leitungsverzögerung
II. Grades: partieller (teilweiser) AV-Block.
III. Grades: vollständiger, totaler AV-Block.
AV-Kanal: Partieller AV-Kanal, kompletter AV-Kanal.
AV-Klappen: Segelklappen; Klappen zwischen Vorhöfen und Herzkammern; werden von speziellen Muskeln in den Herzkammern gehalten und bewegt. Trikuspidalklappe (3 Segel): rechte Herzseite. Mitralklappe (2 Segel): linke Herzseite.
AV-Knoten: Atrioventrikularknoten: Teil des Reizleitungssystems des Herzens; an Kreuzung zwischen Vorhöfen und Herzkammern gelegen (am Boden des rechten Vorhofs).
AV-Septumdefekt: Scheidewanddefekt, der sich kontinuierlich vom Vorkammer- bis in den Kammerbereich erstreckt, AV-Kanal, in unterschiedlichem Ausmass sind die AV-Klappen mitbetroffen.
Azidose: Störung des Säure-Basen-Gleichgewichts im Organismus, Blut ist "zu sauer"; respiratorische Azidose: wenn aus der Lunge zu wenig Kohlendioxid ausgeatmet wird. Metabolische Azidose: wenn die Niere Säure nicht in ausreichendem Masse neutralisieren kann.
Azyanotischer Herzfehler: Herzfehler, bei dem keine Zyanose (= Blausucht) auftritt, z.B. Vorhof-, Kammerscheidewanddefekt, offener Ductus, Pulmonalstenose.