Dacron: Synthetische Faser; Verwendung z.B. als Flicken für Verschluss eines Scheidewanddefektes oder als Conduit.
De-Banding: Eine operativ angelegte Einschnürung des Lungenschlagaderstammes (Banding) wird wieder gelöst.
Defibrillator: Gerät, mit dem ein Stromstoss auf das Herz gegeben wird, z.B. bei Herzrhythmusstörungen.
Deformität Verunstaltung, Gestaltlosigkeit
degeneriert/degenerativ: Zurückgebildet, zum Gewebeabbau führend.
Degeneration Entartung, Veränderungen als Ausdruck einer Schädigung, die zum Zelltod führen können
degenerativ-rheumatische Leiden Erkrankungen der Gelenkknorpel und Veränderungen der Wirbelkörper und Bandscheiben
Dehydratation: Flüssigkeitsmangel.
Dekompensation: Zustand hochgradiger Funktionsstörung, z.B. einer Herzkammer, in dem die Kapazität von Ausgleichsmechanismen des Organismus überschritten ist.
Depolarisation: Reizung des Herzmuskels durch einen elektrischen Impuls, worauf sich die Herzmuskelfasern zusammenziehen (Kontraktion).
Dermatologie Lehre von den Erkrankungen der Haut
Dextrokardie: Angeborene Verlagerung des Herzens auf die rechte Brustseite.
Diabetes mellitus Zuckerkrankheit; sie wird durch eine mangelhafte Produktion von Insulin in der Bauchspeicheldrüse verursacht
Diagnostik Untersuchungsgang zur Erkennung von Krankheiten
Dialyse (sog. "Blutwäsche"): Verfahren zur Entfernung von Schad- und Abbauprodukten aus dem Blut bei Nierenversagen mittels eines Gerätes (künstliche Niere). Verfahren: Hämodialyse, Peritonealdialyse.
Diaphragma: Zwerchfell; Muskel-, Bindegewebswand, die Brust- und Bauchraum trennt und für die Bauchatmung verantwortlich ist.
Diastole: Herz entspannt sich (Vorhöfe füllen sich mit Blut), Phase der Herzmuskelerschlaffung, Füllungsphase des Herzens; dabei wird das Blut über die Lungenvenen und Hohlvenen aus den Vorhöfen in die Kammern angesaugt.
Diastolischer Blutdruck: Unterer Blutdruckwert.
Di-George-Syndrom: Kombination von (oft) unterbrochenem Aortenbogen, Thymusaplasie (= Unterentwicklung/Fehlen der inneren Brustdrüse), Gesichtsfehlbildungen, Kalziumstoffwechselstörungen und Immundefekten.
Digitalis: Ursprünglich aus der Fingerhutpflanze gewonnenes Medikament (Digitalisglykoside Digoxin und Digitoxin), das die Herzleistung erhöhen und den Herzrhythmus beeinflussen kann.
Dilatation: Weitung von Engstellen an Gefässen und Klappen (Ballondilatation).
Dilatative Kardiomyopathie: Herzmuskelerkrankung mit deutlicher Erweiterung der linken oder beider Herzkammern, dadurch wird die Pumpfunktion eingeschränkt. Kardiomyopathie.
Dislokation: Lageveränderung.
Disposition: Anfälligkeit, Neigung für eine bestimmte Krankheit.
distal: Weiter von der Körpermitte (bei Blutgefässen: vom Herz) entfernt; rumpffern.
Diuresemenge über die Nieren ausgeschiedene Flüssigkeitsmenge (Harnmenge)
Diuretika: Harntreibende Medikamente; bewirken durch Entwässerung des Körpers Ödemabbau und Senken der Herzbelastung.
DIV: (= double inlet ventricle): singulärer Ventrikel; Unterscheidung nach DILV oder DIRV, je nach dem von welchem Typ (linke/rechte Kammer) die Herzkammer ist.
DNA chemische Substanz, die die genetischen Informationen enthält, welche zur Bestimmung der Struktur und Funktion eines Organismus erforderlich sind
DNS =DesoxyriboNukleinSäure; Erbsubstanz, aus der die Chromosomen bestehen
Domino-Spende wird vorgenommen, wenn ein Patient mehrere fremde Organe erhält und sein gesundes Organ einem anderen Patienten gespendet wird; ein Patient erhält z.B. ein Herz/Lungentransplantat und spendet sein Herz einem anderen Patienten
Dopamin Wirkstoff, der u. a. die Durchblutung der Niere reguliert; oft mit schweren Nebenwirkungen wie Erbrechen, Herzrhythmusstörungen und Blutdrucksteigerung verbunden
Dopplersonographie Mittels eines Ultraschallverfahrens kann der Arzt den Blutstrom auf einem Monitor darstellen und die Funktion der Herzklappen beurteilen
Doppler-Untersuchung: Ultraschallaufzeichnung (unter Verwendung des Doppler-Effektes) der Blutflussgeschwindigkeit, z.B. zum Erkennen von Einengungen. Farbdoppler: Ultraschalluntersuchung mit farblicher Darstellung von Flussrichtung, Flussgeschwindigkeit und Blutverwirbelung mittels unterschiedlicher Farben.
DORV: (= double outlet right ventricle): Doppelter Auslass der rechten Herzkammer: Lungenschlagader und Aorta entspringen ganz oder zum grössten Teil aus der rechten Herzkammer; es liegt ein Kammerscheidewanddefekt vor, über den die linke Herzkammer das Blut in die rechte Kammer entleert.
Double inlet (left/right) ventricle: -DIV ( -DILV/DIRV).
Double outlet right ventricle: -DORV.
Down-Syndrom: (= Trisomie 21): Ursache ist eine Abweichung in der Zahl der Chromosomen. Typische körperliche Merkmale, oft auch Herzfehler.
Drainage: Ableitung von überschüssiger Flüssigkeit, z.B. Wund- oder Lymphflüssigkeit, mittels Schläuchen, damit nach einer Operation die Lungen ausreichend Platz zum Atmen haben.
Druckgradient: Unterschied in der Höhe des Blutdrucks vor oder hinter einer Verengung (= transstenotisch) oder einer Klappe (= transvalvulär).
Ductus arteriosus (Botalli): In der Schwangerschaft offene gefässartige Querverbindung zwischen Aorta und Lungenschlagader; verschliesst sich in der Regel bis ca. zum 3. Monat nach der Geburt; falls nicht persistierender Ductus arteriosus.
Ductus thoracicus: Milchbrustgang; leitet und sammelt die Lymphe der unteren und eines Teils der oberen Körperhälfte.
Duplex Ultraschalluntersuchung, mit der z.B. die Durchblutung transplantierter Organe gemessen werden kann
Dysfunktion: Fehlfunktion, Funktionsstörung.
Dysphagie: Schluckbeschwerden.
Dysplasie/dysplastisch: Missgestalt, Fehlbildung, Fehlentwicklung.
Dyspnoe: Atemnot, Kurzatmigkeit.
Dystrophie/dystroph: Chronische Gedeihstörung eines Kindes, z.B. durch Störung der Nahrungsverwertung.
Dysurie erschwertes (schmerzhaftes) Harnlassen