IABP IntraAortale BallonPumpe; ein Gerät zur Unterstützung des Herzens und zur Blutdrucksteigerung
Idiopathisch: Ohne erkennbare Ursache entstanden.
Ikterus Gelbsucht
Immunabwehr Bekämpfung von Antikörpern durch das körpereigene Infektionsabwehrsystem; wird durch Medikamente nach einer Transplantation durch Medikamente abgeschwächt, um Abstossungsreaktionenzu verhindern, was zu erhöhter Anfälligkeit für bakterielle, virale und Pilz-Infekte führt
Immundefizienz verringerte oder eingeschränkte Abwehrreaktion auf Antigene mit Hilfe einer geeigneten zeflulären Immunitätsreaktion
Immunglobuline: Körpereigene Eiweisse, dienen zur Abwehr von Infekten.
Immunisierung: Erhöhung der körperlichen Widerstandsfähigkeit gegenüber Infektionskrankheiten durch Schutzimpfung.
Immunität: Widerstandsfähigkeit, Unempfindlichkeit des Körpers gegenüber Erregern von Infektionen.
Immunkompetenz Fähigkeit zur Entwicklung einer Immunreaktion
Immunogenität Fähigkeit eines Antigens, Immunität herbeizuführen
Immunologie Lehre von den Körperabwehrkräften
Immunreaktion vom menschlichen und tierischen Immunsystem aktivierte Reaktion, bei der spezifische Antikörper und/oder T-Zellen als Abwehr gegen fremde Mikroorganismen, transplantiertes Gewebe und andere Stoffe produziert werden; es gibt zwei Hauptarten der Immunreaktion: die durch Antikörper gesteuerte (oder humorale) Reaktion sowie die von T-Zellen gesteuerte zellulare Reaktion
Immunsuppression: Unterdrückung der Körperabwehr mittels Medikamenten, z.B. nach Herztransplantation.
Immunsuppressiva Medikamente, deren Wirkstoffe die Immunabwehr des Menschen unterdrücken; sie werden nach Transplantationen gegen Abstossungsreaktionen und zur Erhaltung des transplantierten Organes eingesetzt; durch die Immunsuppressiva wird aber auch die ansonsten sofort einsetzende Bekämpfung von Bakterien, Pilzen und Viren durch den Körper unterdrückt; deshalb besteht eine erhöhte Infektionsgefahr
Immunsystem Gesamtheit der Zellen und Gewebe, die Menschen und Tiere in die Lage versetzen, gegen als fremd erkannte, eindringende Mikroorganismen, transplantierte Gewebe und andere Stoffe eine spezifische Schutz-bzw. Abwehrreaktion hervorzurufen
Immunzelle jegliche immunologisch wirksame Zelle
Impfstoff: Flüssigkeit mit schwachen oder toten Krankheitserregern zur Verhinderung von Infektionskrankheiten; erzeugt Immunität.
Impfung: Allgemeiner Begriff für Immunisierung; Aktivierung/ Unterstützung des körpereigenen Immunsystems.
Implantat: Dem Körper eingepflanztes Gewebe- oder Organteil aus natürlichem oder künstlichem Material.
Implantation Einpflanzen von Gewebe oder Organen; Einbau eines Organs wie z. B. der Leber oder des Herzens in einen Organempfänger
Indikation: Notwendigkeit, Sinnhaftigkeit, eine bestimmte medizinische Massnahme zu ergreifen, z.B. Operation.
Induktionstherapie eine der Abstossung vorbeugende Immunsuppression um die Zeit des Eingriffs herum
Infarkt: Absterben von Gewebe, z.B. in Herz oder Lunge, infolge blockierter Blutzufuhr (Arterienverschluss: Thrombus, Embolie).
Infekt: Erreger (Bakterien, Viren) setzen sich im Körper fest und verursachen eine Krankheit.
Infektion: Ansteckung, d. h. Eindringen von Krankheitserregern in den Körper.
infra-: Unterhalb.
Infundibulum: Bestandteil der rechten Herzkammer, Art "Muskeltunnel" in der Ausflussbahn zur Lungenschlagader.
Infundibulumstenose: Verengung zwischen rechter Herzkammer und Pulmonalklappe durch vermehrtes Muskelgewebe.
Infiltrat in Körpergewebe eingebrachte Substanz (z.B. Blut, Medikamente usw.)
Infusion: (= Tropf); langsame (tropfenweise) Gabe oder Ersatz von Körperflüssigkeiten mittels einer Hohlnadel (und Schlauch) in eine Vene zum Auffüllen des Blutvolumens, zur Gabe von Medikamenten oder zur Versorgung mit Mineralien und Nährstoffen.
Inhalation Einatmung von heilenden Wirkstoffen
initial: Anfänglich.
Injektion: Einbringen einer Substanz in den Körper mittels Spritze (Nadel).
Inkontinenz Unvermögen, den Urin zu halten; Blasenschwäche
inkurabel unheilbar
Inselzellen der Bauchspeicheldrüse vom Langerhans-Typ in der Bauchspeicheldrüse verstreute Zellgruppen, die Glukagon und Insulin absondern (Hormone, die den Blutzuckerspiegel regulieren)
in situ in natürlicher Lage, im Körper
Inspektion: Betrachtung, Untersuchung hinsichtlich Aussehen, Hautfarbe, Atmung, Ödeme, Herzbuckel, etc.
Insuffizienz: Unzureichende Erfüllung einer Funktion, z.B. Herz-I. (Pumpfunktion), Herzklappen-I. (Undichtigkeit).
intermediär: Dazwischenliegend.
Intensivstation Spezielle Station für die erste Zeit nach grossen Operationen oder bei anderen schwierigen Umständen; hier ist meist eine Schwester oder ein Pfleger pro Patient zuständig und eine Arztin oder ein Arzt Tag und Nacht auf der Station anwesend
Intestinaltrakt Verdauungstrackt
Intervention: Eingriff, z.B. mittels Herzkatheter interventionelle Herzkathetertechnik.
interventionell: Eingreifend, verändernd, z.B. interventionelle Herzkathetertechnik.
Interventionelle Herzkathetertechnik: Massnahmen, mittels Herzkatheter ausgeführt, z.B. Ballondilatation, Rashkind-Manöver, Schirmchen-Okklusion, Einsetzen von Stents.
Intima: Gefässinnenhaut.
intrakardial: Innerhalb des Herzens.
intramural: Innerhalb der Wand eines Hohlorgans gelegen.
intramuskulär (Abk. i. m. ): In einem Muskel, in einen Muskel hinein, z.B. Injektion.
intravenös (Abk. i. v.): In eine Vene hinein, z.B. Injektion.
Intubation/intubiert: Einführen eines Rohres oder Schlauches (= Tubus) vom Mund oder Nase aus in die Luftröhre zur Beatmung.
Intubationsnarkose: Narkose, bei der ein kleiner Atemschlauch durch den Rachen in die Luftröhre eingeführt wird, um die künstliche Beatmung sicherzustellen.
invasiv/nicht invasiv: Unter Verletzung der äusseren oder inneren Körperoberfläche eindringend; z.B. ist Ultraschall eine nicht invasive Untersuchungsmethode, die Herzkatheteruntersuchung eine invasive.
Inzidenz: Häufigkeit des Eintritts eines Ereignisses, Neuerkrankungsfälle in bestimmtem Zeitabschnitt.
Inzision: Einschnitt in ein Körpergewebe.
ipsilateral auf der gleichen Seite
irreversibel nicht umkehrbar; nicht rückgängig zu machen
Ischämie: Mangelnde Durchblutung eines Gewebes oder Organs; örtliche Blutleere.
Ischämiezeit (kalte) bei Transplantationen die Zeit, in der ein zu transplantierendes Organ nicht an einen Blutkreislauf angeschlossen ist; Zeitpunkt vom Abklemmen des Blutkreislaufes beim Spender bis zum Zeitpunkt der Öffnung des Kreislaufes beim Empfänger nach der Transplantation
ISTA: = Aortenisthmusstenose.