laminare Strömung: Strömung ohne Wirbelbildung, z.B. laminares Flussmuster über Aortenklappe (bei Ultraschalluntersuchung); Gegenteil: turbulente Strömung.
Langerhanssche (Insel-)Zellen Inselzellen der Bauchspeicheldrüse; produzieren Insulin und messen den Blutzuckergehalt
Langzeit-EKG: EKG, das während 24 Stunden auf einer Aufnahmekassette aufgezeichnet und dann ausgewertet wird; Methode zur Entdeckung oder Überwachung von Herzrhythmusstörungen.
Laparoskopie Bauchspiegelung, bei der über kleine Einschnitte am Bauch und unterhalb des Nabels Sichtrohre und Instrumente eingeführt werden, durch die dann das Innere beurteilt bzw. operiert werden kann; mit dieser schonenden (minimal invasiven) Chirurgie kann z.B. die Gallenblase entfernt werden
Larynx Kehlkopf
lateral: Seitlich, z.B. rechtslateral (bezieht sich auf eine Seite des Körpers).
Leberarterie bringt sauerstoffreiches Blut zur Leber
Leberbiopsie Entnahme einer Gewebeprobe aus der Leber; diese wird mit einer Hohlnadel o. ä. nach vorheriger örtlicher Betäubung durchgeführt;die Durchführung erfolgt unter sonografischer Kontrolle
Leberkoma Bewusstseinsstörungen nach Funktionsausfall der Leber, verursacht durch giftige Stoffwechselprodukte
Leberzelle Kleinste Funktionseinheit der Leber; hier finden viele Umbauvorgänge statt, bei denen Nahrungsbausteine für den Körper aufbereitet und Abfallstoffe für die Ausscheidung umgewandelt werden; gleichzeitig werden Faktoren für die Blutgerinnung gebildet; neben diesen eigentlichen Leberzellen befinden sich in der Leber aber noch verschiedene andere Zellarten, wie die Zellen, welche die durchlaufenden Blutgefässe oder die die Gallenwege auskleiden
Leberzirrhose nicht mehr behebbarer Umbau der Leberzellen in narbiges Bindegewebe durch den Untergang der Leberzellen; dadurch Verminderung der Leberfunktionen und Verengung der Blutgefässe in der Leber
Lecompte-Manöver: Nach einem französischen Herzchirurgen benanntes, chirurgisches Verfahren, das im Zuge der arteriellen Switch-Operation angewandt wird.
Leichenorgane Organe, die Vertorbenen zur Transplantation entnommen werden
LEOPARD-Syndrom: Kombination von
L = Lentigines (viele dunkelbraune Hautflecke)
E = EKG zeigt Reizleitungsstörungen
O = okulärer Hypertelorismus (weiter Augenabstand)
P = Pulmonalstenose
A = abnorme Genitale
R = retardiertes Wachstum
D = deafness (Taubheit)
Letalität: Angabe der Sterblichkeit bei einer bestimmten Krankheit.
Leukozyten: Weisse Blutkörperchen; schützen den Körper gegen Infektionen und bekämpfen sie.
LGL-Syndrom: Lown-Ganong-Levine. Herzrhythmusstörung in Form einer vorzeitigen Kammererregung.
Ligatur: Operative Unterbindung von Gefässen z.B. des persistierenden Ductus arteriosus Botalli.
Links-Rechts-Shunt: Z. B. bei einem Kammerscheidewanddefekt; durch das Loch in der Herzscheidewand fliesst sauerstoffreiches Blut von der linken Herzkammer, wo ein höherer Druck herrscht, in die rechte Herzkammer und von dort in die Lunge. Auch auf der Ebene der Vorhöfe oder der grossen Gefässe möglich.
Locus Genort auf einem Chromosom
Lokalanästhesie: Örtlich begrenzte Betäubung/Schmerzausschaltung kleiner Bezirke.
Lungenembolie: Verschluss eines Lungengefässes durch Blutgerinnsel.
Lungengefässwiderstand: Widerstand von Seiten der Lungengefässe, gegen den die rechte Herzkammer das Blut in die Lungen pumpt. Je kleiner diese Gefässe sind, desto mehr muss die rechte Herzkammer pumpen.
Lungenfunktionstest Überprüfung des Gasaustausches und des Lungenvolumens
Lungenhilus: Lungenwurzel; Hilusabweichungen entstehen u. a. durch Gefässveränderungen, z.B. bei Links-Rechts-Shunt.
Lungenhochdruck: = pulmonale Hypertonie: Meist als sekundärer Lungenhochdruck, das heisst als Folge eines angeborenen Herzfehlers, selten primär, das heisst angeboren. Kann sich als Folge eines Herzfehlers mit Kurzschlussverbindung (Shunt), z.B. bei einem grossen Loch in der Herzscheidewand, entwickeln. Aufgrund des höheren Drucks in der linken Herzkammer fliesst Blut von dort in die rechte Herzkammer, die vermehrt pumpen muss. Die Lungengefässe reagieren auf eine solche Mehrdurchblutung, indem sich die Muskulatur der Gefässwände zusammenzieht, der Strömungswiderstand des Blutdurchflusses ist erhöht. Wenn diese Mehrbeanspruchung länger dauert, nimmt die Muskulatur an Umfang zu und irgendwann erfolgt dann eine Umwandlung in Bindegewebe, wodurch die Gefässwände unflexibel werden (fixierte pulmonale Hypertonie).
Lungenkreislauf: (= Pulmonalkreislauf, kleiner Kreislauf): Die rechte Herzkammer pumpt das Blut mit geringem Druck durch die Pulmonalklappe und über die Lungenschlagader in die Lunge. Dort wird dem Blut Sauerstoff zugeführt, dann gelangt es über die Lungenvenen über den linken Vorhof in die linke Herzkammer.
Lungenödem: Flüssigkeitsansammlung in der Lunge, z.B. durch Linksherzinsuffizienz.
Lungenperfusion: Lungendurchblutung; es gibt Herzfehler mit verminderter, normaler oder vermehrter Lungendurchblutung.
Lungenschlagader: Pulmonalarterie.
Lungenstauung: Rückstau des Blutes vom linken Vorhof / linker Herzkammer in die Lunge (Ursache = Herzinsuffizienz), führt im Extremfall zum Lungenödem.
Lungenvenen: Vier Venen, die das sauerstoffreiche Blut von der Lunge in den linken Vorhof leiten.
Lungenvenenfehlmündung: Die Lungenvenen (alle vier oder ein Teil davon) münden nicht in den linken, sondern in den rechten Vorhof.
Lutembacher-Syndrom: Kombination von Herzfehlern: Mitralstenose und Vorhofscheidewanddefekt Typ II.
LVOT (engl.): Linksventrikulärer Ausflusstrakt.
Lymphdrainage: Massageformen, die die Lymphe in ihren möglicherweise verstopften Gefässen in Bewegung bringen soll; die Lymphdrainage kann aber auch als "Anstechen" und Entleeren der grössten Lymphgefässe, die Körpergewebe "entwässern", durchgeführt werden.
Lymphe: Hellgelbe Flüssigkeit, die in den Gewebsspalten fliesst und durch Gefässe (= Lymphgefässe) über die im Körper verteilten Lymphknoten wieder dem Blutkreislauf zugeführt wird. Entsteht durch den Austritt von Plasma aus den Haargefässen des Blutgefässsystems (Kapillaren) ins Gewebe.
Lymphknoten: Teil des Lymphgefässsystems; hier sind besonders viele Zellen zur Abwehr von Krankheitserregern angesiedelt.
Lymphgefässsystem Netzwerk von Gefässen, das Salze, Wasser, Proteine usw. transportiert; bildet Lymphe aus den Gewebeflüssigkeiten für den Blutkreislauf
Lymphome bösartige Krebsarten des blutbildenden Systems, bei denen weisse Blutkörperchen entarten
Lymphozel Ansammlung von Lymphflüssigkeit, die entsteht, weil bei der Operation winzige dünne Lymphgefässe durchtrennt werden, die weiterhin Flüssigkeit ableiten; kann durch Punktion oder Operation entlastet werden
Lymphozyten von Stammzellen im Knochenmark abstammende, in Knochenmark, Lymphknoten, Thymus und Milz gebildete und hauptsächlich über die Lymphknoten ins Blut gelangende kleine weisse Blutkörperchen, die insbesondere für die Immunabwehr auf Zellebene eine besondere Rolle spielen; für die Transplantationsmedizin sind vor allem die T - Lymphozyten bei der Abstossung wichtig
Lymphozytotoxizitätstest Test mit weissen Blutkörperchen von (potentiellen) Organempfängern auf ihre HLA-Merkmale