Nachlast: Belastungskomponente des Herzens; Nachlast ist der Blutströmungswiderstand, gegen den das Herz pumpen muss, z.B. bei einer Stenose. Senkung der Nachlast zur Herzentlastung bei Insuffizienz.
Nachsorge notwendige regelmäßige ärztliche Betreuung mit diagnostischen Kontrolluntersuchungen und Überprüfung der laufenden Behandlung nach einer schwerwiegenden Erkrankung oder Operation, z. B. nach einer Transplantation
Narkose: Anästhesie; zeitlich begrenzte Funktionshemmung des zentralen Nervensystems (Betäubung), durch Medikamente hervorgerufener Betäubungszustand. Auch örtliche Betäubung eines bestimmten Körperbereichs möglich.
Narkotikum: Betäubungsmittel.
neo-: Neu, jung.
Nephrektomie operative Entfernung einer Niere
Nephritis Entzündung des Nierengewebes selbst; betroffen sind meistens die Glomerula
nephrotoxisch Bezeichnung für Substanzen, die die Niere schädigen können
Neuralgie anfallsartiger oder wellenförmiger Schmerz eines Nerven oder Nervengeflechtes
Neuraltherapie Injektionstherapie zur Schmerzbehandlung
Neurochirurgie Teilgebiet der Chirurgie, das die Diagnostik und operative Behandlung von Erkrankungen des peripheren und zentralen Nervensystems umfasst
Neurodermitis auf nervalen Störungen beruhende chronische Hauterkrankung mit Bläschenbildung
Neurologie Lehre von den Nerven u. den Erkrankungen des Nervensystems
neurologische Untersuchung u.a. als Voruntersuchung für die Lebertransplantation: Feststellung des Grades der hepatischen Enzephalopathie und den damit verbundenen Konzentrations- und Merkschwierigkeiten, Prüfung der Reaktionsfähigkeit, Zittern der Hände, Sprachschwierigkeiten bei Schilderungen von Zusammenhängen, Gleichgewichtsstörungen usw
Neurosen allgemeine Bezeichnung für psychische Störungen, die nicht auf einer Erkrankung des Nervensystems beruhen
nicht-invasiv: Untersuchungsmethode ohne direktes Eindringen in den Körper, z.B. EKG, Ultraschall, CT.
Nierendegeneration Schädigung des Nierengewebes
Nierenfistel Schlauch, dessen Spitze im Nierenbecken liegt und dessen anderes Ende zur Haut herausragt; der Fistelschlauch dient zur zeitweiligen Urinableitung nach aussen
Niereninsuffizienz eingeschränkte Funktion bis völliger Funktionsverlust der Nieren, Schlackenstoffe auszuscheiden
5 Stadien des Funktionsverlustes:

Stadium I „Latenzstadium“:
insgesamt ausreichende Nierenfunktion bei bestehender u. fortschreitender Grunderkrankung der Nieren

Stadium II a „Stadium der vollen Kompensation“:
Geringfügige Einschränkung der Nierenfunktion; Harnstoff und Serumkreatinin noch im Normbereich

Stadium II b „Stadium der kompensierten Retention“:
Mässige Insuffizienz mit konstanter Erhöhung von Harnstoff und Kreatinin im Serum (133 – 710 lmol/l bzw. 1,5 –8,0 mg/dl)

Stadium III „Stadium der dekompensierten Retention“ (Praurämie):
Fortgeschrittene Insuffizienz mit zunehmender, noch konservativ behandelbarer Symptomatik bei weiterer Erhöhung des Kreatinins (710 – 1064 lmol/l bzw. 8,0 - 12 mg/dl)

Stadium IV „Urämie“:
Niereninsuffizienz mit Zusammenbruch der Nierenfunktion; dialysepflichtig, da sonst Tod durch Coma uraemicum
NO: = Stickoxid. Spezielles Gas, das in sehr geringen Mengen der Atemluft zugesetzt, den Lungengefässwiderstand senkt (bei pulmonaler Hypertonie).
Noonan-Syndrom: Kleinwuchs, Schielen, weit auseinanderliegende Augen, geistige Entwicklungsverzögerung. Herzfehler Pulmonalstenose.
Norwood-Operation: Zweistufiges Operationsverfahren bei hypoplastischem Linksherzsyndrom. Erste Operation: Schaffen eines gemeinsamen, arteriellen Truncus mit einem Systemventrikel, das heisst die rechte Herzkammer treibt Lungen- und Körperkreislauf an. Zweite Operation: Kreislauftrennung mittels modifizierter Fontan-Operation (evt. mittels 2. und 3. Operation).
NYHA-Klassifikation: Einteilung einer Herzfunktionsstörung gemäss Vorschlag der New York Heart Association in vier Schweregrade (I bis IV) (Herzinsuffizienz).