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| [Medikamente] - Neue Hoffnung für PatientInnen mit PH |
 Neue Hoffnung für PatientInnen mit Pulmonaler Hypertonie?
Die Behandlung der pulmonalen arteriellen Hypertonie (PAH) beruhte bisher auf drei Wirkungsprinzipien: - Prostaglandine (Ilomedin®=Iloprost, Remodulin®=Treprostinil; wirken dem Mangel an Gefässerweiterndem Prostaglandin entgegen),
- Tracleer® (Bosentan; wirkt gegen die bei PAH erhöhte Gefässverengende Substanz Endothelin), und
- Phosphodiesterase-Hemmer (Revatio®, Viagra® = Sildenafil; erhöhen das bei PAH verminderte Stickoxid).
In letzter Zeit ist es bei der PAH zu einem gewissen Paradigmenwechsel gekommen. Neben den beiden krankheitsbedingenden Mechanismen, der Gerinnung und der Vasokonstriktion (Gefässverengung), wird immer mehr die sogenannte Proliferation (Wucherung von Bindegewebszellen und Vernarbung der Gefässe) in den Vordergrund gestellt. Da die bisher bekannten Medikamente nicht oder nur in geringem Masse gegen die Proliferation wirksam sind, wird fieberhaft nach neuen, eben diesen Prozess beeinflussenden Medikamenten gesucht. Im Moment stehen Medikamente, die das Wachstum dieser Bindegewebszellen hemmen, sogenannte Wachstumsfaktoren, im Vordergrund.
Behandlung mit Glivec® (Imatinib) Glivec® ist ein Medikament, das verschiedene Wachstumsfaktoren im Körper hemmt. Es wird seit Jahren bei Tausenden von PatientInnen mit chronischer myeloischer Leukämie verwendet, wobei zu betonen ist, dass es sich nicht um eine Chemotherapie handelt, sondern um eine Art „Abschaltung“ des Zellwachstums durch Blockierung von Wachstums-fördernden Faktoren im Zellinneren. Bei der PAH wirkt es gegen den sogenannten Platelet-derived Growth Faktor („von Blutplättchen stammender Wachstumsfaktor“, PDGF), der bei der PAH massiv erhöht ist. Eine Phase II Studie hat positive Ergebnisse von Glivec bei PAH gezeigt. Unter anderem weisen Therapieergebnisse bei ausserhalb der Studie behandelten PatientInnen auf eine unter Umständen dramatische Wirkung hin. In Zürich wurden bisher etwa 15 PatientInnen behandelt, von denen ebenfalls die Meisten eine deutliche Besserung der Krankheitssymptome und ein Rückgang der Druckwerte im Lungenkreislauf zeigten. Bei unserem Programm handelt es sich nicht um eine Studie, sondern um eine offene Behandlung im Sinne eines sogenannten Off-label Use bei Orphan Disease („Waisenkrankheit“), was heisst, dass ein Medikament, welches für die Behandlung einer anderen Krankheit anerkannt ist, auf Grund von positiven ersten Ergebnissen bei einer sehr seltenen Krankheit, wie es die PAH ist, nach einer Kostengutsprache durch die Krankenkassen verwendet werden kann. Es besteht jedoch die Notwendigkeit der Durchführung einer Rechtsherzkatheter-Untersuchung zu Beginn und nach Verlauf nach 6-12 Monaten. Dies ist, neben einer Verbesserung der Gehstrecke und der Lebensqualität, notwendig, um den Krankenkassen die Wirksamkeit von Glivec bei jedem Patienten nachzuweisen, damit sie die Kosten für die Behandlung weiter übernehmen können. Eingesetzt wird das Medikament vorerst bei PatientInnen, die mindestens bereits zwei PAH-Medikamente einnehmen.
Interessierte PatientInnen können sich beim Zentum für Pulmonale Hypertonie des UniversitätsSpitals Zürich melden:
Telefon: 044 255 86 81 Natel: 079 307 62 00 E-mail: rudolf.speich@usz.ch [@uelle:UniversitätsSpital Zürich / Prof. Dr. med. Rudolf Speich]
| Veröffentlicht von Administrator am Freitag, den 23.10.2009 um 14:45 Druckversion |
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jobikip : Viele Grüße an meine Kolegen und O2 Schnpper aus dem Klinikum RWTH Aachen ,macht etwas schönes aus diesem Tage,in Gedanken Jörg
Svenja : ich wünsch allen ein shcönen rest sommer, ich fahr jetzt in süden :P
ADMIN : schöne Ferienzeit
Naschkatze : Ich wünsche allen schöne & erholsame Ostertage !
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