Obstruktion: Verengung, Verstopfung eines Hohlorganes, Ganges oder Gefässes; Hindernis in der Blutstrombahn.
Obstruktive Lungengefässkrankheit: Z. B. bei sehr grossen Kammerscheidewanddefekten; der hohe Druck der linken Herzkammer greift auf die rechte Herzkammer über (Druckausgleich) und von dort auf die Lunge (Lungenhochdruck). Die Lungengefässe reagieren im Laufe der Zeit auf diesen hohen Druck und verengen sich. Ab einem gewissen Zeitpunkt ist die Veränderung nicht mehr rückgängig zu machen.
Occluder: Zusammenfaltbares Doppelschirmchen, das über einen Spezialkatheter ins Herz eingeführt wird, um einen offenen Ductus Botalli durch Entfaltung des Schirmchens zu verschliessen.
Ödem: Ansammlung, Einlagerung von Flüssigkeit in Körpergeweben.
Offene Herzchirurgie: Im Gegensatz zur geschlossenen Herzchirurgie operiert der Chirurg unter Sicht des Auges, während der Blutdurchfluss durch das Herz unterbrochen ist.
Offener Ductus arteriosus Botalli: (Persistierender Ductus) liegt vor, wenn sich der Ductus nach der Geburt nicht verschliesst. Es muss dann ein medikamentöser, ein operativer (Ligatur) oder ein Verschluss mittels Occluder erfolgen.
Okklusion: Verschluss, z.B. Verschluss eines offenen Ductus (PDA) mittels Metallspirale (coil).
OKT3 Antikörper, der die T-Lymphozyten zerstört; immunsuppressives Medikament (Eiweissstoff von Mäusen) zur Behandlung von Abstossungsreaktionen
Oligurie: Zu geringe Harnausscheidung.
Onkologie Lehre von den Tumoren u. tumorbedingten Krankheiten
oral: Den Mund betreffend: z.B. Gabe von Medikamenten durch den Mund und Schlucken.
organdestruktive Prozesse organzerstörende Vorgänge durch z.B. Tumorwachstum
Organismus individuelles Lebewesen (Tier, Pflanze oder Mikroorganismus)
Organspende entweder Organentnahme bei einem Verstorbenen, der zu Lebzeiten zugestimmt hat, bzw. dessen nächste Angehörige nach seinem Tod zustimmen, oder Lebendspende wie z. B. einer Niere oder eines Leberlappens
Organspendeausweis bzw. „Erklärung zur Organspende", ausweisartige Karte (Vordruck), worauf der Träger seine Bereitschaft zur Organspende erklärt; der Spendeausweis bietet auch die Möglichkeit, bestimmte Organe/Gewebe von der Spende auszuschliessen bzw. sich als Nichtspender zu erklären
Organtransplantation Organverpflanzung; Ein- bzw. Überpflanzung eines Organes in einen lebenden Organismus
Orthopädie Lehre von der Anatomie, Funktion und den Erkrankungen des Bewegungs- u. Stützapparates
orthotope Einpflanzung von Organen Einpflanzen eines Organs an die anatomisch korrekte Stelle
Ösophagus: Speiseröhre.
Ösophagusvarizen erweiterte Speiseröhrenvenen als Folge des Pfortaderhochdruckes bei Leberzirrhose; bei Verletzung oder beim Platzen der Venen besteht ein lebensbedrohlicher Notfal durch den hohen Blutverlust
Ösophagusvarizenblutung Blutung aus den Speiseröhrenvenen
Osteodensitometrie Messung der Knochendichte
Osteoporose Verlust oder Verminderung der Knochensubstanz, dadurch z.B. erhöhte Bruchgefahr; Vorsorge: Gymnastik und calciumreiche Ernährung
Ostium: Mündung, Eingang, Öffnung. Bei Herzklappen, z.B. Restostium bei Klappenverengung, verbleibende Öffnung.
Ostium-primum-, Ostium-sekundum-Defekt: Vorhofseptumdefekt (ASDI, ASDII).
Overprotection: Überfürsorgliche, verwöhnende Erziehung.
Oxygenator: Teil der Herz-Lungen-Maschine, der die Atemfunktion der Lunge (Sauerstoffsättigung) übernimmt.
Oxygenium: Sauerstoff (O2). Bestandteil der Luft, ist im Körper für die gesamte Zelltätigkeit erforderlich.