Radiologie Strahlenheilkunde
Radio-Isotop: Substanz, die eine geringe radioaktive Strahlung abgibt; wird z.B. bei Szintigraphie benutzt.
Rashkind-Manöver: (z.B. bei Transposition); mit einem Ballonkatheter wird das Foramen ovale zwischen den Vorhöfen künstlich erweitert, um eine bessere Durchmischung des Blutes zu erreichen.
Rastelli-Operation: Einsetzen eines klappentragenden Conduits zwischen Ausflussbahn der rechten Herzkammer und der Lungenschlagader sowie Verschluss des Scheidewanddefektes mittels Patch mit Umleitung des Blutes von der linken Herzkammer zur Körperschlagader (z.B. bei Transposition der grossen Gefässe mit Ventrikelseptumdefekt).
Reanimation: Wiederbelebung.
Rebound-Phänome: Für den praktischen Umgang mit inhalativem NO ist das Rebound-Phänomen von entscheidender Bedeuteung. Schon nach 30-minütiger Anwendung sind nach abrupter Unterbrechung der NO-Zufuhr überschießende pulmonalvaskuläre Druck und Widerstandserhöhungen aufgetreten. Dies kann zu lebensbedrohlichen Situationen führen und hat bei Kindern mit ARDS auch schon tödliche Komplikationen verursacht.
Rechtsherzkatheter diagnostisches Verfahren zur Untersuchung von Herzkrankheiten
Rechts-Links-Shunt: (z.B. bei Fallotscher Tetralogie); die rechte Herzkammer drückt wegen der vorhandenen Verengung der Lungenschlagader einen Teil des sauerstoffarmen Blutes über den Scheidewanddefekt in die linke Herzkammer; Folge: Mischungszyanose durch Vermischung sauerstoffarmes/-reiches Blut.
Reflux: Rückfluss.
Rehabilitation: Wiedereingliederung; Ausgleich nicht mehr behebbarer Schäden, Verhütung des Fortschreitens einer chronischen Erkrankung; z.B. Anschlussheilbehandlung nach Operation.
Reizleitungssystem: Das Herz bildet die für seine Muskelkontraktion notwendigen Erregungen selbst. Die Reizbildung nimmt ihren Ausgang vom Sinusknoten, er wird als Schrittmacher des Herzens bezeichnet. Die Erregung erreicht über die Vorhofmuskulatur den AV-Knoten, folgt dem His-Bündel, läuft in dessen Schenkeln in Richtung Herzspitze, verteilt sich mittels der Purkinje-Fasern in der Kammermuskulatur und löst deren Kontraktion aus. Das Reizleitungssystem steuert also die rhythmischen Bewegungen (Systole, Diastole) des Herzmuskels.
Reizschwelle: Niedrigste Schwelle, bei der ein Impuls noch an das Gewebe weitergeleitet und eine Kontraktion des Herzens ausgelöst wird (Herzschrittmacher).
Rejektion: Abstossung.
Rektoskopie Mastdarmspiegelung
renal in der Niere gelegen; die Niere betreffend
Reoperation: Weiterer Eingriff nach der erfolgten ersten Operation.
Resektion: Operative Entfernung.
Residuen: Bleibende Restzustände nach der Operation eines Herzfehlers, z.B. Restdefekte (bei VSD), verbleibende Druckgradienten.
resistent widerstandsfähig, nicht empfindlich
Resistenz: Widerstandsfähigkeit.
Respirator: Beatmungsgerät; Maschine zur künstlichen Beatmung von Patienten, die nicht selbst atmen können, z.B. vorübergehend nach einer Operation.
Responder No-Responder: Ausbleiben eines Effektes = No-Responder
Re-Stenose: Wieder auftretende Verengung.
Restgradient: Mass für Restenge in mmHg.
Restharn die Urinmenge, die nach dem Wasserlassen noch in der Blase bleibt
Retardierung: Entwicklungsverzögerung.
Retransplantation erneute Transplantation
Retroperitonealraum Raum hinter dem Bauchfell, in dem dieNieren, Hamleiter und Blase liegen
Retroperitoneumhinter dem Bauchfell
Retrovirus Virusfamilie mit einem besonderen Vermehrungsmechanismus; dieser beinhaltet den Einbau seines Erbmaterials in die DNA desjenigen Organismus, den er infiziert hat (z.B. HIV)
Rezidiv: Wiederauftreten einer Erkrankung (Adj. rezidivierend).
rezidivierend wiederholt oder kontinuierlich; dauerhaft; andauernd
rheumatische Arthritis langsam verlaufende Erkrankung des Bindegewebes, die zu ausgedehnten Gelenkmissbildungen führen kann
rheumatische Erkrankungen chronische Erkrankungen der Gelenke, Muskel, Nerven und Sehnen
Röntgenuntersuchung: Bei der Durchleuchtung des Köpers entsteht ein Schattenbild, das entweder auf Filmmaterial gebracht (Röntgenbild) oder direkt auf einem Bildschirm sichtbar gemacht wird (Durchblutung).
Röteln-Embryopathie/Fetopathie: Durch mütterliche Rötelnerkrankung während der Schwangerschaft ausgelöstes Missbildungssyndrom mit Enwicklungsstörungen besonders an Augen, Ohr und Herz.
Ross-Operation: Operationsverfahren bei schwerwiegendem Aortenklappenfehler: Die eigene Pulmonalklappe wird anstelle der kranken Aortenklappe eingesetzt (= Autograft). Die Pulmonalklappe wird ersetzt durch einen Homograft.
RR: Abkürzung für Riva-Rocci. Methode der Blutdruckmessung mit Manschette und Auskultation. Synonym gebraucht für gemessene Blutdruckwerte (z.B. RR 110/80 mm Hg).
rudimentär: Verkümmert, unterentwickelt.
Ruptur Zerreissung (z.B. Transplantatruptur bei schweren Abstossungsreaktionen)
RVOT (engl.): Rechtsventrikulärer Ausflusstrakt.
RVOTO (engl.): Right ventricular outflow tract obstruction; Obstruktion (= Hindernis in der Blutstrombahn) des Ausflusstraktes der rechten Herzkammer.
RVOT-Patch: (Palliativoperation); Herstellung oder Erweiterung der Verbindung zwischen der rechten Herzkammer und der Lungenschlagader durch einen Kunststoffflicken.