Salven: Bedrohliche Form von zusätzlichen Herzschlägen (= Extrasystolen).
Sammelrohr in dem auf- und absteigenden Schenkel der Sarnmelröhren in den Nieren wird der abgepresste Primärham gesammelt und grösstenteils wieder in den Körper aufgenommen
Sandimmun (Sandimmun Optoral)
(Sandimmun Neoral) = Ciclosporin A; immunsuppressives Medikament
Saphena (vena saphena magna): Grosse Rosenvene, befindet sich an der Innenseite des Ober- und Unterschenkels.
Sarkoidose (Morbus Boeck): Die Sarkoidose ist eine seltene entzündliche Erkrankung, die typischerweise die Lungen angreift, aber auch alle andere Organe wie Haut, Augen, Knochen, Lymphknoten, Herz, Milz, Leber, Bauchspeicheldrüse und Nervensystem befallen kann.
Sauerstoffsättigung: Anteil in Prozent von sauerstoffgesättigtem Hämoglobin am Gesamthämoglobin.
Schenkelblock: Rechts- oder Linksschenkelblock (RSB/LSB); Blockierung im rechten oder linken Schenkel des Reizleitungssystems, die normale Erregung der Herzkammer ist gestört, im EKG erkennbar. Kompletter Rechtsschenkelblock meist als Komplikation einer Herzoperation. Linksschenkelblock als Ausdruck einer erheblichen Herzmuskelschädigung.
Schirmchen-Okklusion: Spezielle Kathetertechnik, z.B. für Verschluss eines offenen Ductus, mittels eines Schirmchens, das mit einem Katheter durch das Herz zum Ductus gebracht und dort entfaltet wird.
Schlagvolumen: Die vom Herz bei jedem Zusammenziehen ausgeworfene Blutmenge. Dient z.B. zur Berechnung des Herzminutenvolumens (HMV) = Herzschlag pro Minute x Schlagvolumen.
Schlackenstoffe Giftstoffe wie Hamstoff, Kreatinin usw., die über die Niere ausgeschieden werden
Schock: Kollaps, Kreislaufstörung mit Stillstand der normalen Körperfunktionen infolge Mangeldurchblutung der Kapillaren.
Screening-Verfahren: Vortest, Suchtest. Untersuchungsmethode zur Erfassung eines Krankheitsstadiums, z.B. Routineultraschall während der Schwangerschaft.
SDD- Medikation Selektive DarmDekontermination; im Magen-und Darmtrakt befindliche Keime, Pilze und Bakterien werden mit einer aus verschiedenen Medikamenten gemischten Suspension abetötet oder stark vermindert; die SDD beginnt vor der Transplantation zur Infektionsverhütung
Sedativum (Mehrzahl Sedativa): Beruhigungsmittel.
Sedierung: Ruhigstellung eines Patienten durch Verabreichung eines Beruhigungsmittels.
Sediment Niederschlag, z.B. von Kristallen, am Boden eines Gefässes
Sehnenfäden: Aus Bindegewebe bestehende Fäden (quer durch die Herzkammer ziehend) zur fallschirmartigen Aufhängung der Segelklappen an den Papillarmuskeln.
Segelklappen: Herzklappen zwischen Vorhof und Kammer; 1. Trikuspidalklappe; 2. Mitralklappe.
Semilunarklappen: Taschenklappen; 1. Aortenklappe; 2. Pulmonalklappe. Beide bestehen aus je drei halbmondförmigen Taschenklappen.
Senning-Operation: Operationsverfahren zur funktionellen Korrektur (Vorhofumkehr) der Transposition der grossen Arterien (TGA).
Sepsis: Bakterielle Infektion einer Wunde oder von Körpergewebe mit Nachweis von Bakterien im Blut.
Septektomie: Entfernung einer Scheidewand (= Septum), z.B. der Vorhofscheidewand.
Septierung: Herstellung einer Scheidewand, z.B. zwischen beiden Vorhöfen bei fehlendem Septum.
Sepsis Überschwemmung des Organismus mit Bakterien und Eitererregern, gleichbedeutend mit der sogenannten Blutvergiftung
Septikämie Existenz von Bakterien oder anderen Mikroorganismen im Blutkreislauf
Septostomie: Künstlich hergestelltes Loch in einer Trennwand des Herzens, z.B. Atrioseptostomie.
Septum: Scheidewand, z.B. zwischen den beiden Vorhöfen und zwischen den beiden Herzkammern.
Serum: Leicht gelber, wässriger Anteil des Blutes, nicht mehr gerinnbarer Bestandteil (Blutkörperchen und Fibrin wurden aus dem Blut entfernt).
Shone-Syndrom(-Komplex): Kombination von nachfolgenden Herzfehlern: Aortenisthmusstenose, ringförmige Verengung oberhalb der Mitralklappe, Mitralstenose (fallschirmförmige Klappe) und Subaortenstenose.
Shprintzen-Syndrom: (= velo-cardio-faciales Syndrom) Eng verwandt mit Di-George-Syndrom. Typische Gesichtszüge, meist Gaumenspalte. Herzfehler: grosser VSD oder Fallotsche Tetralogie.
Shunt: a) natürliche oder operativ angelegte Kurzschlussverbindung zwischen normalerweise nicht verbundenen Bereichen, z.B. zwischen Blutstromgebiet des linken und rechten Herzens. b) Links-Rechts-Shunt, Rechts-Links-Shunt; je nach Flussrichtung gelangt eine gewisse Blutmenge durch eine Kurzschlussverbindung auf die andere Seite.
Shuntvolumen: Blutmenge, die über einen Shunt fliesst.
Sicksinus-Syndrome (engl.): Herzrhythmusstörung aufgrund einer Fehlfunktion des Sinusknotens.
Singulär: Einzeln.
Singulärer Ventrikel: (Engl. Single ventricle): Das Blut fliesst aus zwei getrennten oder einem gemeinsamen Vorhof über zwei getrennte Klappen oder eine gemeinsame AV-Klappe in eine einzige Herzkammer.
Sinus coronarius: An der Herzhinterfläche an der Vorhof-Kammer-Grenze gelegene Sammelvene, die den grössten Teil der Herzvenen aufnimmt und in den rechten Vorhof mündet.
Sinusknoten: "Natürlicher Herzschrittmacher", Teil des Reizleitungssystems; liegt in der rechten Vorhofwand, löst über elektrische Impulse das Schlagen des Herzens aus.
Sinusknotendysfunktion: Sick-Sinus-Syndrom.
Sinusrhythmus: Normale Herzschlagfolge.
Sinus Valsalvae: Der unmittelbar nach der Aortenklappe folgende, etwas erweiterte Teil, der die Aortenwurzel bildet. Ursprungsort der Herzkranzgefässe.
Sinus-valsalvae-Aneurysma: Durch eine Schwäche des Bindegewebes der Aortenwand entsteht eine Aussackung (Aneurysma), was zu einer Ruptur (= Riss) führen kann. Mögliche Folgen: Verengungen der Koronararterien, Aorteninsuffizienz.
Sinus-venosus-Defekt: Hoch gelegener Vorhofscheidewanddefekt, oft mit einer Fehlmündung der rechten oberen Lungenvene in den rechten (nicht linken) Vorhof.
Situs inversus: Umkehrung der Lage von Organen.
Sklerosierung/Sklerose: Krankhafte Verhärtung eines Organs infolge Vermehrung von Bindegewebsfasern.
Skoliose: Seitliche Wirbelsäulenverkrümmung.
Smith-Lemli-Opitz-Syndrom: Kleiner Hirnschädel, geistige Behinderung, Finger- und Zehenmissbildungen. Herzfehler: vor allem ASD, VSD, Fallotsche Tetralogie.
Sondenernährung/Sondierung: Nahrungszufuhr über eine Nasensonde (Magensonde) in den Magen.
Sonograph Ultraschallgerät
Sonographie Ultraschalluntersuchung
Sozialmedizin medizinische Fachdisziplin, die sich mit der Einwirkung der sozialen Umwelt auf den Menschen beschäftigt
Spiroergometrie: Messung der körperlichen Leistung (Ergometrie) unter gleichzeitiger Bestimmung des Atemzeitvolumens und des Sauerstoffverbrauchs.
Speiseröhrenvarizen Ausweitung von Venen (Krampfadern), so dass sie platzen können; treten als Folge einer Zirrhose und eines Pfortaderhochdruckes auf; besonders beim Platzen von Varizen der Speiseröhrenvenen ist dann eine akute Verblutungsgefahr gegeben
Spezies Gruppe von Organismen mit ähnlichen Eigenschaften und der Fähigkeit, sich untereinander zu vermehren
Spirometrie Verfahren zur Messung des Lungenvolumens
Sprue Dünndarmerkrankung unbekannter Herkunft
Staphylokokken: Bakterielle Krankheitskeime.
Stenose: Verengung von Gefässen oder Klappen.
stenotisch: Verengt.
Stent: Maschendrahtartige Gefässstütze, um z.B. nach einer Ballondilatation den geweiteten Verengungsbereich offenzuhalten.
Sternotomie: Chirurgische Eröffnung des Brustkorbes durch Brustbeinlängsschnitt.
Steroide z.B. Cortison
Sternum: Brustbein - sternal: Im Bereich des Brustbeins; - parasternal: Neben dem Brustbein liegend.
Stethoskop: Instrument zum Abhören, z.B. von Herzgeräuschen.
Stimulation: Anregung, Reize, Erregung.
Stimulationsfrequenz: Häufigkeit der Reizung, z.B. durch einen Herzschrittmacher.
Striktur Verengung (z.B. der Hamröhre)
Stoffwechsel im Körper ablaufende Vorgänge wie z.B. Atmung und Verdauung
Stoma operativ hergestellte Öffnung an einem Hohlorgan z.B. Darm oder Blase zur Körperoberfläche
Streptokokken: Bakterielle Krankheitskeime, z.B. Verursacher von Lungenentzündung, Mittelohrentzündung, Angina.
Stridor: Pfeifendes Atmungsgeräusch, Röcheln infolge Einengung der Luftröhre.
subakut: Mit eher langsam einsetzendem, oft wenig bemerktem Verlauf über eine längere Zeit hin.
subkutan unter die Haut (Injektionen wie z.B. Insulin)
subaortal: Unterhalb oder vor der Körperschlagader (= Aorta) gelegen.
Subaortenstenose: Subvalvuläre Aortenstenose, das heisst Verengung unterhalb der Aortenklappe im linksventrikulären Ausflusstrakt.
Subclavian-flap-Technik: Ein Operationsverfahren (Säuglingsalter) bei Aortenisthmusstenose. Ein Arterienstück (arteria subclavia) wird als Erweiterungsflicken im verengten Abschnitt der Aorta verwendet.
subcostal: Unterhalb der Rippen.
subkutan/subcutan (s. c.): Unter der/die Haut, z.B. Injektion.
subpulmonal: Unterhalb oder vor der Lungenschlagader (= Pulmonalarterie) gelegen.
Subpulmonalstenose: Subvalvuläre Pulmonalstenose, d. h. Verengung unterhalb der Pulmonalklappe im Infundibulum.
Substitution: Ersatz, z.B. Gabe von Eisenpräparaten bei Eisenmangel.
subvalvulär: Unterhalb einer Klappe.
supravalvulär: Oberhalb einer Klappe.
Switch-Operation: Bei Transposition der grossen Arterien echtes Korrekturverfahren (anatomische Korrektur), operatives Umsetzen der Aorta und Lungenschlagader mit Umsetzen der Herzkranzgefässe.
Sympathikus: Teil des vegetativen Nervensystems, der durch Reiz den Herzschlag erhöht (Einstellung auf kurzdauernde Maximalleistung).
Symptom: Hinweis auf eine Erkrankung, Krankheitszeichen.
Symptomatik: Gesamtheit der Krankheitszeichen.
Syndrom: Kombination aus bestimmten gemeinsam auftretenden Krankheitszeichen, z.B. Down-Syndrom.
Synkope: Anfallsartige, kurze Bewusstlosigkeit, Ohnmacht, u. a. in Zusammenhang mit Herzfehlern oder Herzrhythmusstörungen.
systemischer Kreislauf: Grosser, arterieller Blutkreislauf, Körperkreislauf.
Systole: Phase der Herzmuskelanspannung (Zusammenziehen, Kontraktion des Herzmuskels); Blutauswurf, Entleerung des Herzens, das Blut wird dadurch in Lungenarterie und Aorta gepresst.
Systolischer Blutdruck: Oberer Blutdruckwert.
Szimitar-Syndrom: Unterentwicklung der rechten Lunge und Lungenschlagader, Rechtslage des Herzens Lungenvenenfehlmündung.
Szintigraphie: Nuklearmedizinische Untersuchungsmethode; gamma-strahlende Radiopharmaka (radioaktive Substanzen) werden dem Körpergewebe zugeführt (durch Vene - iv. - oder Mund - oral), im Körper räumlich verteilt und dann registriert. Die räumliche Verteilungsdichte wird als Szintigramm registriert.