VACTERL-/VATER-Syndrom: Kombination von Fehlbildungen:
V = vertebral (Wirbelsäule)
A = anal (Darmausgang)
C = cardial (Herz: VSD, Fallotsche Tetralogie)
T = trachea (Luftröhre)
E = esophageal (Speiseröhre)
R = renal (Nieren)
L = limbs (Gliedmassen)
Vagus (Nervus vagus): Gehirnnerv, gehört zum parasympathischen System; seine Reizung verlangsamt den Herzschlag.
Varizen = Krampfadern; Ausweitung einer Vene bei erhöhtem Druck, z.B. durch einen Pfortaderverschluss, der an die Speiseröhrengefässe weitergegeben wird
valvulär: Klappen-, im Klappenbereich.
Valvuloplastie: Nichtoperative Erweiterung der Herzklappenverengung mittels Ballonkatheter.
Valvulotomie: Operative Erweiterung einer Herzklappenverengung.
vaskulär: Die Blutgefässe betreffend.
vaskulär zu den Blutgefässen (Arterien, Kapillaren und Venen) und/oder den Lymphgefässen gehörig
Vaskulitis Entzündung eines Blut- oder Lymphgefässes
Vaskulopathie Erkrankung / Schädigung der Blutgefässe
Vasodilation: Weitstellung von Gefässen, um eine bessere Durchblutung von Körperzellen zu erreichen.
Vasodilatatoren: Gefässerweiternde Medikamente.
Vasokonstriktion: Gefässverengung, dadurch Durchblutungsverminderung.
Vegetatives Nervensystem: Regelt die Lebensfunktion (Atmung, Stoffwechsel, etc.) und gewährleistet das harmonische Ineinandergreifen der Tätigkeit der einzelnen Körperteile. Sympathikus, Parasympathikus.
Vegetation: Gewebewucherung, z.B. an einer Herzklappe infolge einer Infektion (Endokarditis).
Velocardiales Syndrom: Shprintzen-Syndrom, Di-George-Syndrom.
Vene: Zum Herzen hinführendes Blutgefäss, im allgemeinen mit sauerstoffarmem Blut gefüllt; (Ausnahme: Lungenvenen).
Vena cava grosse Körper-Hohlvene, die das Blut zum rechten Herzen zurückführt
Venöses Blut: Venen-Blut; meist sauerstoffarm (Vene).
Ventrikel: Herzkammer; die linke und rechte Herzkammer sind durch eine Scheidewand getrennt. In die Kammern strömt das Blut aus den Vorhöfen und wird von dort in den Lungen- bzw. Körperkreislauf gepumpt. Der Druck in der linken Herzkammer ist ca. 5 mal so hoch wie rechts.
Ventrikelseptum: Scheidewand zwischen der linken und der rechten Herzkammer.
Ventrikelseptumdefekt: (VSD) Kammerscheidewanddefekt; "Loch" in der Wand zwischen linker und rechter Herzkammer, durch das Blut von der einen in die andere Kammer übertritt, je nach Richtung Links-Rechts- oder Rechts-Links-Shunt. Verschluss durch direkte Naht oder Einnähen eines Kunststoff-Flickens (Patch). Der VSD ist oft Teil einer Kombination von Herzfehlern.
ventrikulär: Von Herzkammer ausgehend.
vesikulär: Bläschenförmig, die Lungenbläschen betreffend.
Ventrikulotomie: Chirurgische Eröffnung einer Herzkammer (= Ventrikel).
Virus (Mehrzahl Viren), viral: Sammelbegriff für Erreger von Infektionskrankheiten, z.B. Masern, Grippe, durch Viren verursacht.
Viskosität: Zähigkeit, Fliesseigenschaft des Blutes; nimmt zu, wenn sich das Blut verdickt.
Vitalwerte Messwerte, die über Körpergrundfunktionen Auskunft geben, welche der Sicherung der Lebensvorgänge des Organismus dienen
Vitium (Mehrzahl Vitien): Fehler; vitium cordis = Herzfehler.
Vorhofflimmern: Die Vorhöfe flimmern/flattern (durch entsprechendes Zusammenziehen der Muskulatur) mit einer Häufigkeit von bis zu 600/Minute aufgrund einer Überlastung der Vorhöfe (besonders des linken).
Vorhofscheidewanddefekt: Vorhofseptumdefekt.
Vorhofseptum: Scheidewand zwischen linkem und rechten Vorhof.
Vorhofseptumdefekt: Atriumseptumdefekt, ASD. Loch in der Scheidewand zwischen den Vorhöfen. Verschluss durch direkte Naht oder Einnähen eines Kunststoff-Flickens.
1. ASD I (Primumtyp) (= partieller AV-Kanal): Loch befindet sich ziemlich unten, in der Nähe der Klappen zu den Herzkammern, zusätzlich Spalt in der Mitralkappe.
2. ASD II (Sekundumtyp) häufiger als Typ I): Loch befindet sich ungefähr in der Mitte der Scheidewand.
3. Sinus-venosus-Typ: Loch am Vorhofdach.
Vorhofumkehr-Operation: Funktionale Korrektur der Transposition der grossen Arterien (im Gegensatz zur Switch-Operation). Die Anordnung der Arterien bleibt, es wird ein Umleitungssystem über die Vorhöfe geschaffen. Verfahren nach Mustard (mit speziell geformten Kunststoff-Flicken) oder Senning (ohne Fremdmaterial).
Vorlast: Belastungskomponente des Herzens. Vorlast ist das Blutangebot an das Herz, das verringert (z.B. bei grossem Blutverlust) oder erhöht sein kann, weil das Herz aufgrund eines Scheidewanddefektes oder eines Shunts eine grössere Blutmenge pumpen muss. Senkung der Vorlast zur Herzentlastung bei Insuffizienz.
VSD: Ventrikelseptumdefekt.