Kalium wichtiges Körpersalz; ein starkes Ansteigen oder Absinken des Kaliumgehaltes im Blut kann zu Störungen des Herzrhythmus und sogar zum Herzstillstand führen, weswegen der Kaliumwert auch mitentscheidend ist bei der Indikation für die Dialyse
Kalziumantagonisten: Medikamente, die als Gegenspieler von Kalziumionen u. a. eine Weitstellung der Arterien bewirken oder Herzrhythmusstörungen beeinflussen.
Kammerflattern: Schwerwiegende Herzrhythmusstörung mit einer regelmässigen Tachykardie, meist mit einer Frequenz von 200 – 300 pro Minute, von einer Herzkammer ausgehend. Übergang in Kammerflimmern möglich.
Kammerflimmern: Herzrhythmusstörung mit raschen, unkoordinierten Kontraktionen (= Zusammenziehung) des Herzens.
Kammerscheidewanddefekt: Ventrikelseptumdefekt.
Kapillaren: Haargefässe des Blutgefässsystems, in denen die Austauschvorgänge (Sauerstoff, Nährstoffe, etc.) stattfinden (Kapillarblut).
Kaposi-Sarkom seltene Geschwulst mit zahlreichen Neubildungen von Blutgefässen, die auch metastasieren kann
kardial: Das Herz betreffend, von ihm ausgehend.
Kardiologie: Lehre vom Herzen und den Herzkrankheiten.
Kardiologe: Herzspezialist.
Kardiomegalie: Übermässige Herzvergrösserung.
Kardiomyopathie: (meist) chronische Erkrankung des Herzmuskels; es liegt keine Herzdurchblutungsstörung und kein Klappenfehler vor.
Folge: Schwächung der Pumpfunktion. Man unterscheidet:
- hypertrophe (obstruktive) K.;
- dilatative, kongestive K.;
- restriktive K.
kardiopulmonal Herz und Lunge betreffend
Kardioplegie: Künstlich eingeleiteter Herzstillstand bei Operationen am offenen Herzen durch Infusion kalter spezieller Lösung.
kardiovaskulär: Herz und Gefässe betreffend.
Kardioversion: (= Defibrillation): Intensivmedizinische Massnahme zur Überführung eines zu schnellen Herzschlages (Tachykardie) in einen normalen Herzrhythmus.
Karditis: Entzündliche Erkrankung des Herzens.
Keratinozyt Typ einer Hautzelle
Karotis: Halsschlagader.
Kernspintomographie Methode zur Darstellung von Herzbildern; Aufnahmen mit Kernspintomographen sind ohne Nebenwirkungen für den Patienten
Karzinom bösartige Gewebsveränderung; Krebs
Katecholamine: Sogenannte Stresshormone (z.B. Adrenalin), erhöhen den Blutdruck durch Gefässverengung und steigern die Herztätigkeit.
Katheter: Dünner Plastikschlauch zum Einführen in Hohlorgane oder Gefässe, z.B. Herz (Herzkatheteruntersuchung) oder Blase (zur Entleerung).
Katheterisierung: Einführen eines Herzkatheters.
Kava-Katheter: Herzkatheter, der über verschiedene Punktionsstellen in die Kava (= Cava, Körperhohlvene) geführt werden kann.
Kawasaki-Syndrom: Hochentzündliche Erkrankung; Hauptproblem ist die Bildung von Aussackungen (Aneurysma) in den Herzkranzgefässen.
Keloid: Wulstnarbe, Wucherung des Narbengewebes.
Kernspintomographie: (= MRT): Diagnoseverfahren mit Magnetfeldern, ohne Einsatz von Röntgenstrahlen. Liefert Bilddarstellungen von Organen und Körperstrukturen.
Kent-Bündel: Akzessorische, d. h. zusätzliche Leitungsbahn im Reizleitungssystem des Herzens. Befindet sich zwischen Vorhöfen und Kammern, führt zur vorzeitigen Erregung (Präexzitation, WPW-Syndrom).
KfH - Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation gemeinnützige Organisation, die sich für die Behandlung von Nierenkranken durch Dialyse und Nierentransplantation einsetzt und diese fördert
KHK Koronare HerzerKankung
Kinking: Abknicken, z.B. der Lungenschlagader, des Aortenbogens, des Homografts.
Klappeninsuffizienz: Undichtigkeit einer Herzklappe, z.B. bei defekten Taschen oder Klappensegeln. Die Klappe kann nicht dicht schliessen, es fliesst Blut zurück und es entsteht eine Mehrbelastung für die betroffene Herzkammer oder Vorhof.
Klappenstenose: Verengung einer Herzklappe, z.B. Aortenstenose.
Knochenmark ist der Ursprung aller Blutzellen und befindet sich in den Knochenhohlräumen
Koarktation (Coarctation): Der Aorta, Aortenisthmusstenose.
Koarktationssyndrom: Aortenbogensyndrom; Erkrankung infolge zunehmender Verengung von Gefässen, die vom Aortenbogen abgehen.
Kohlendioxid (CO2): Blutgas, Endprodukt des Zellstoffwechsels, wird durch die Lunge ausgeschieden.
Kolitis Entzündung der Darmschleimhaut
Kolorit (Colorit): Hautfarbe.
Kollateralen: Kleine Blutgefässe, die neben dem Hauptgefäss das gleiche Versorgungsgebiet erreichen, so dass bei Unterbrechung des Hauptgefässes die Blutversorgung gewährleistet bleibt. Es entsteht ein Kollateralkreislauf (Umgehungskreislauf). Bei dauernder Beanspruchung der Kollateralen passen sich diese der erhöhten Aufgabe an, d. h. sie werden grösser.
Koloskopie Dickdarmspiegelung; endoskopische Untersuchung des Dickdarms
Koma tiefe Bewusstlosigkeit, in der alle Reaktionen auf einen Anruf oder Schmerzreiz fehlen; tritt z.B. auf bei Stof'fwechselentgleisungen, Hirnschädigungen und Alkoholvergiftungen
Kommissur: Linien, an denen die Taschen oder Segel der Herzklappen sich bei Klappenschluss aneinanderlegen.
Kommissurotomie: Operative Trennung der Kommissuren der Herzklappen bei angeborener oder erworbener Verwachsung.
Komplement System aus Proteinen im Blut, die nach Aktivierung (z. B. durch Antikörperbindung) Zellen zerstören
Kompletter AV-Kanal: Gemeinsames Loch im Bereich der Scheidewände von Vorhöfen und Herzkammern und (unterschiedliche) Fehlbildung der Klappen zwischen Vorhöfen und Herzkammern.
Komplexer Herzfehler: Herzfehler, der aus einer Kombination von verschiedenen Fehlbildungen von Herz und/oder Gefässen besteht.
Konduit: Conduit.
kongenital: Angeboren, schon bei der Geburt vorhanden.
Konnektion: Verbindung, z.B. zwischen Vorhof und Herzkammer (= atrioventrikulär) oder zwischen Herzkammer und Arterie (= ventrikuloarteriell).
konotrunkal/conotruncal: Die Region der Ausflussbahn der Herzkammern betreffend.
konotrunkale Defekte: Herzfehler im Bereich des rechten oder linken Ausflusstraktes sowie der grossen Arterien, z.B. unterbrochener Aortenbogen, truncus arteriosus communis, Fallotsche Tetralogie, DORV, Pulmonalatresie mit VSD.
Körperkreislauf: (= Systemkreislauf, grosser Kreislauf): Die linke Herzkammer pumpt das sauerstoffreiche Blut mit hohem Druck über die Aorta in den grossen Körperkreislauf.
Kontraindikation: Gegenanzeige, Nichtanwendbarkeit.
kontralateral auf der entgegengesetzten Seite
Kontraktion: Zusammenziehen eines Muskels, z.B. des Herzmuskels.
Kontraktilität: Fähigkeit (z.B. der Herzkammern), sich zusammenzuziehen.
Kontrastmittel meist Jod enthaltender Stoff, der injiziert wird und nach Anreicherung eine röntgenologische Darstellung z.B. des Nierengewebes und anderer Hohlorgane möglich macht
Konvulsion: Schüttelkrampf, Zuckung.
koronar: Die Herzkranzgefässe betreffend, die den Herzmuskel mit Blut versorgen.
koronare Herzerkrankung (KHK) Sammelbegriff für Herzerkrankungen, bei denen die Herzkranzgefässe durch Ablagerungen verstopft werden und mit Symptomen wie z.B. Angina pectoris oder Myokardinfarkt einhergehen; Indikation zur Herztransplantation
Koronararterien /Koronargefässe: Herzkranzgefässe, rechte K. und linke K. (mit Ästen).
Koronarangiogramm: Kontrastdarstellung der Herzkranzarterien.
Koronarangiographie: Darstellung der Herzkranzgefässe durch ein Röntgenkontrastmittel.
Koronargefässe: Herzkranzgefässe, zur Blutversorgung des Herzmuskels.
Koronarspasmus: Krampfhafte Verengung einer Herzkranzarterie.
Koronarstenose: Verengung eines Herzkranzgefässes.
Koronarthrombose: Gerinnsel in der Herzkranzarterie.
Korrektur/korrigierende Operation: Operation, bei der, im Gegensatz zur Palliativ-Operation, Verhältnisse wie beim gesunden Herzen geschaffen werden.
kranial: Kopf-, scheitelwärts gelegen, zum Kopf gehörend.
Kreatinin Abbauprodukt des Muskelstoffwechsels, das über die Nieren ausgeschieden wird und deshalb gut die Nierenfunktion anzeigt; Krea-Clearance ist das Sammeln allen Urins über 24 Stunden; ein sehr sensibles Instrument zur Messung der Nierenleistung
Kreislauftrennung: = Ziel einer definitiven Korrekturoperation bei komplexen angeborenen Herzfehlern: Lungen- (= Pulmonal-) Kreislauf und Körper- (= System-) Kreislauf werden getrennt.
Kumarin: Wirkstoff, der die Blutgerinnung hemmt; in Antikoagulantia enthalten (z.B. Marcumar).
Kryotherapie Kältebehandlung