Am 21. März 2026 fanden sich rund 30 Teilnehmer in den Räumlichkeiten der MediService AG in Zuchwil zur 3. PH-Patientenschulung ein. Auch in diesem Jahr wurde der Anlass durch die PH Nurse Working Group der Schweizerischen Gesellschaft für Pulmonale Hypertonie SGPH organisiert.
Simone Stickel und Susanne Krebser (PH-Nurses) begrüssen die Anwesenden zur Veranstaltung. Die beiden Moderatorinnen werden von weiteren PH-Nurses (Tessin, Inselspital) und von zwei Physiotherapeutinnen unterstützt. Die MediService ermöglicht die heutige Veranstaltung in ihren Räumlichkeiten. Frau Dr. Miriam James stellt MediService kurz vor. Rosalba Bloise und Alexander Markus (MediService) helfen bei der Durchführung der Veranstaltung mit.
Zu Beginn seines Referates stellt sich Herr Dr. med. Thomas Sigrist von der Klinik Barmelweid vor. Nach einer kurzen Einführung über seinen Werdegang und seine Funktion in der Rehaklinik Barmelweid spricht er über die Möglichkeiten und Grenzen von körperlicher Aktivität mit pulmonaler Hypertonie.
Anhand von alten Fotografien zeigt Dr. med. T. Sigrist die Entwicklung der pulmonalen Reha auf. Hat man früher noch darauf vertraut, dass für Lungen-Patienten Liegekuren die beste Behandlung waren, werden die Patienten heute zu angemessener körperlicher Betätigung angeregt.
Dr. med. T. Sigrist zeigt auf, dass neben der Atmung auch der Kreislauf und die Muskeln Einfluss auf unser Wohlergehen haben. Nur wenn alle «Zahnräder» ineinandergreifen, funktioniert unser Körper. Atemnot (Dyspnoe) – ein Gefühl, das schwierig zu fassen ist – ist eines der häufigsten Symptome bei Lungenhochdruck. Der Grad der Atemnot kann nur bedingt gemessen werden. Viel hängt auch vom Fühlen und Empfinden des Patienten ab. Nicht immer ist nur das Gesundheitsproblem Ursache der Atemnot. Weitere Faktoren wie Körperstrukturen (Herz, Gefässe, Lunge, Atemwege), Aktivitäten (Mobilität, häusliches Leben, Lebensbereiche wie Arbeit, Ausbildung, Schule) aber auch personenbezogene Faktoren (Alter, Geschlecht, Motivation, Resilienz, Lebensgeschichte, Ernährung etc.) können beeinflussend wirken.
Mit gezieltem Training ist es möglich, eine Verbesserung des Allgemeinzustandes zu erreichen. Dabei müssen aber Grenzen eingehalten resp. Warnsignale beachtet werden.
Entscheidend ist die Regelmässigkeit von Training. Überlastungsspitzen sind zu vermeiden. Vieles ist möglich, in erster Linie soll der Patient aber auf seinen Körper hören. Es ist normal, dass man mal einen schlechten Tag hat. Dies gilt es zu akzeptieren.
Seit 2024 bietet die Klinik Barmelweid ein PH-RehaCamp an. Die Patienten werden von ihren Lungenspezialisten, Kliniken zur Reha angemeldet. Gemäss Dr. med. T. Sigrist kümmert sich die Rehaklinik um das Einholen der Kostengutsprache bei den Versicherungen.
Das Reha Programm umfasst diverse Themengebieten. Während den drei Wochen Aufenthalt in der Barmelweid bleiben neben Zeit für körperliche Aktivität, Ernährungsberatung und psychologische Betreuung auch Momente für geselliges Beisammensein. Das Feedback der Teilnehmer der RehaCamps 2024 und 2025 war durchwegs positiv. Die RehaCamps damit eine wahre «Erfolgsgeschichte». Für 2026 ist die Durchführung von zwei eventuell sogar drei RehaCamps geplant.
Nach der Beantwortung von einigen Fragen im Anschluss an das Referat bedanken sich die Anwesenden beim Referenten mit einem herzlichen Applaus.
Ein grosszügiges Buffet bot den Teilnehmern in der Pause Gelegenheit, sich für den zweiten Teil der Veranstaltung zu stärken.
Die beiden Physiotherapeutinnen Stéphanie Saxer und Melanie Kälin luden die Anwesenden nach der Pause zu einem Workshop zum Thema «Training bei pulmonaler Hypertonie – sicher aktiv bleiben» ein.
In zwei Stärkegruppen wurde den Teilnehmern diverse Übungen für das gezielte Training gezeigt. Im Vorfeld zum heutigen Anlass hat Melanie Kälin zusammen mit einer Kollegin kurze Videosequenzen mit den heute gezeigten Übungen gedreht. Anhand der Videos können die Patienten selbständig zuhause trainieren. Besten Dank für den grossen Aufwand bei der Aufzeichnung der Übungen, das hilft den Patienten sehr.
Für diejenigen Teilnehmer, die nicht an den «körperlichen Aktivitäten» teilgenommen haben, hielten die PH-Nurses A. Renner, L. Meier-Laub und M. Riboch eine offene Gesprächsrunde ab. Die Anwesenden konnten sich dabei über diverse Themen (Reisen, Medikamente etc.) austauschen.
Die interessante Veranstaltung ging um 17:15 Uhr zu Ende.
Besten Dank an die Organisatorinnen für die interessanten Referate.
Ohne Unterstützung der Sponsoren könnte dieser Anlass nicht durchgeführt werden, besten Dank an:

Krafttraining bei pulmonaler Hypertonie (Videos)
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